Blühende Wiesen

 


Weiterbildung "Bestimmung von Pflanzen"

Am Montag, den 28.06.2021 fand eine weitere Weiterbildung im Rahmen des grenzüberschreitenden Projektes "Blühende Wiesen" statt. Zunächst trafen sich die deutschen Teilnehmer im Gemeindeamt von Neukirch zu einem gemeinsamen Web-Seminar mit den tschechischen Teilnehmern. Bei einem simultan gedolmetschten Vortrag lernten die Zuhörer unterschiedliche Wiesentypen und typische Arten kennen. Danach konnten bei praktischen Bestimmungsübungen auf verschiedenen Wiesenflächen die neuerworbenen Kenntnisse angewendet werden.

     


Einladung zu einer weiteren Weiterbildung

Hiermit laden wir alle Interessenten zu einer weiteren Weiterbildung im Rahmen unseres Projektes "Blühende Wiesen" ein.

Am Montag, dem 28.06.2021 soll es um die verschiedenen Wiesentypen und deren typischen Vertreter gehen. Treff ist 10.00 Uhr in der Gemeindeverwaltung Neukirch. Bei einem Online-Vortrag mit unseren tschechischen Projektpartnern werden Magerwiesen oder auch Fettwiesen näher vorgestellt. Danach geht es zu praktischen Bestimmungsübungen einzelner Pflanzenarten raus in die Natur. Ende der Veranstaltung ist gegen 15.00 Uhr.

Eine vorherige Anmeldung ist zwingend erforderlich!


Weiterbildung "Boden"

Am Dienstag, den 15.06. fand eine erste Weiterbildung zum Thema "Boden" statt. Neben theoretischen Grundlagen zur Entstehung von Boden, den einzelnen Bodenarten bzw. Bodentypen und deren Eigenschaften wurden praktische Übungen zur Bodenentnahme und der Bestimmung verschiedener Bodeneigenschaften (Fingerprobe, Bestimmung des ph-Wertes) vermittelt.

  


Die erste Mahd steht an...

Teil des Projektes ist auch die naturschutzgerechte Mahd der zukünftigen Blühwiesen. In den letzten Tagen wurde auf den Flächen in Schmölln-Putzkau, Schirgiswalde-Kirschau und Steinigtwolmsdorf mit dieser Arbeit begonnen. Die restlichen Flächen folgen. Die Mahd erfolgt mittels Balkenmäher. Das anfallende Mähgut verbleibt zunächst einige Tage auf der Fläche, damit vorhandener Blumensamen ausfallen kann und wird dann entsorgt.

  


Kartierung des Pflanzenbestandes

In den letzten Tagen wurden auf allen 10 Projektflächen die vorherrschenden Pflanzen bestimmt. Neben zahlreichen typischen Wiesenpflanzen, wie Gänseblümchen, Löwenzahn oder Weißklee wurden auch einige Besonderheiten kartiert - u.a. Margerithen, Pechnelke, Glockenblume.

  


Entfernung von ungeliebten Arten

Auf einigen Flächen, z.B. in Schmölln-Putzkau und Schirgiswalde-Kirschau, wurde vermehrt der Stumpfblättrige Ampfer (Rumex obtusifolius) festgestellt. Diese Art stellt einen großen Störfaktor auf einer artenreichen Blühwiese dar und sollte dringend entfernt werden. Aus diesem Grund rückten die Mitarbeiter des NSZ mit Spaten und Spitzhacke dieser Art zu Leibe. Um den Ampfer wirkungsvoll zu bekämpfen, sollte die Pflanze mit samt seiner langen weitverzweigten Wurzel ausgestochen werden. Zudem bedarf es einer regelmäßigen Kontrolle und einer gegebenenfalls weiteren Bekämpfung.

  


Die ersten Blühwiesen entstehen...

Lange Zeit war es zu kalt und zu nass, doch der Sonnenschein der letzen Tage sorgte dafür, dass nun die praktische Arbeit auf unseren Probeflächen starten konnte. Die Flächen in Neukirch und Doberschau-Gaußig OT Cossern wurden zunächst leicht umgebrochen. Anschließend wurde der Grassamen ausgebracht und mit einer Bodenwalze angewalzt. Nun braucht es noch ein wenig Regen, damit der Samen sich gut entwickeln und wachsen kann. In regelmäßigen Abständen werden die Mitarbeiter die Flächen anschauen und überprüfen, ob sich schon erste Blühpflanzen zeigen.

  


Neues zum Projekt

Die Pandemie und die daraus resultierenden Einschränkungen sorgten dafür, dass die Aktivitäten des Projektes bis in den Frühling hinein nicht wie geplant durchgeführt werden konnten.

Weiterbildungen mussten verschoben werden, der Aktionstag im Mai musste abgesagt werden, Arbeitsberatungen fanden nur online statt...

Dennoch wurden verschiedene Arbeiten durchgeführt:

1. Auf den 10 Projekt-Probeflächen wurden erste Untersuchungen durchgeführt. Eine Bodenansprache mit Hilfe eines Bohrstockes lässt erste Rückschlüsse auf die vorherrschende Bodenart zu.

     

2. Bei verschiedenen Terminen (Jahrestagung Netzwerk Umweltbildung Sachsen, Gemeinderatssitzungen, Wochenmärkten...) wurde das Projekt vorgestellt und die breite Öffentlichkeit über den Inhalt und die Aktivitäten informiert.


Absage weiterer Workshops

Aufgrund der aktuellen Situation (Corona- Pandemie) müssen leider die für Oktober und November geplanten Workshops in Tschechien bzw. Neukirch abgesagt und ins Jahr 2021 verschoben werden. Die genauen Termine erfahren Sie rechtzeitg per Post, Mail bzw. über den Newsletter.


Workshop in Volfartice

Am 22.09.2020 fand in Vorfartice (Tschechien) ein weiterer Workshop statt. Hier stand das Mähen mit der Sense - eine alte traditionelle Methode der Wiesenbearbeitung - im Fokus. Nach einer kurzen Einweisung konnten sich die Teilnehmer selber ausprobieren und auf den Pfarrwiesen vor ort ihr Können unter Beweis stellen. Bei einer anschließenden Exkursion erfuhren alle von der großen Artenvielfalt auf diesen Flächen. Ein reger Gedanken- und Informationsaustausch fand statt.

     


Erfolgreicher Auftakt zum grenzüberschreitenden Projekt „Blühende Wiesen“

Am 15.09.2020 trafen sich in der Festscheune des Rittergutes Neukirch die Projektpartner des sächsisch-böhmischen Projektes „Blühende Wiesen“ zum Auftakt-Workshop. Daran nahmen auch Vertreter der umliegenden Gemeinden teil, die bereits im Vorfeld ihr Interesse an diesem Projekt bekundet hatten. Zu Beginn erhielten sie einen Einblick in den geplanten Ablauf der Projektaktivitäten. Anschließend erfuhren die Teilnehmer in zwei Fachvorträgen Wissenswertes zur landwirtschaftlichen Nutzung der Wiese in der Vergangenheit sowie zur derzeitigen Grünflächennutzung. Besonders die schwindende Artenvielfalt der Pflanzen und wiesenbewohnenden Insekten sowie anderer Kleintiere erzeugte bei den Zuhörern ein „Nachdenken zum Umdenken“.

Bei der anschließenden Exkursion zu einer bereits umgestalteten blühenden Wiese der Gemeinde Neukirch konnte sich von der Zunahme der Pflanzenarten überzeugt werden. In den kommenden Monaten finden in Nordböhmen und der Oberlausitz mehrere Schulungen für kommunale Mitarbeiter statt, bei denen sie praktische Hinweise zur Gestaltung und Pflege solcher naturnahen artenreichen Flächen erhalten. Dabei geht es um die richtige Saatgutauswahl aber auch um geeignete Mähwerkzeuge. Und natürlich gehört auch die Information der Bürger über dieses Projekt dazu, denn eine blühende Wiese überzeugt durch Buntheit und Insektenreichtum, sie ist nicht mit einem kurzgeschnittenen Rasen vergleichbar.

Die Mitarbeiter des Naturschutzzentrums „Oberlausitzer Bergland“ Neukirch begleiten dieses Projekt fachlich und stehen auch interessierten Bürgern der Gemeinden mit nützlichen Tipps zur Verfügung.

     


Neues grenzüberschreitendes deutsch – tschechisches Projekt in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Neukirch und der Gemeinde Brniste


Schaffung eines blühenden Gürtels in der sächsisch-böhmischen Grenzregion


Ziel des Projektes ist es, auf die schwindenden Lebensräume für die heimischen Insektenarten aufmerksam machen. Immer mehr Wiesen werden intensiv genutzt und gepflegt, sodass sich kaum noch ein natürlicher Lebensraum für Wildbienen, Schmetterlinge und Käferarten entwickeln kann. Früher heimische Pflanzenarten können sich nicht mehr entwickeln, weil die Bestäubung durch Wildbienen und Schmetterlinge nicht gewährleistet ist. Viele Insektenarten sind in ihrem Bestand zurück gegangen. Diese Entwicklung macht auch an der Ländergrenze zu Tschechien nicht halt. Die Mitarbeiter des Naturschutzzentrums Neukirch unterbreiten den Kommunen entlang der Grenze Vorschläge, wie sie einen Beitrag zum Erhalt unserer heimischen Wiesen und den heimischen Insektenarten leisten können. Sie begleiten die kommunalen Mitarbeiter im gesamten Projektprozess und unterstützen sie bei der Begrünung von neu anzulegenden oder aufzuwertenden blütenreichen Wiesenflächen mit standortgerechtem Saatgut. Diese Flächen sollen langfristig insektenfreundlich bewirtschaftet werden (Teilflächenmahd, Verzicht auf Dünge- und Pflanzenschutzmittel u.a.). Denn nur dann können sie als Lebensraum für viele Insektenarten dienen und die Biotopvernetzung in Sachsen fördern.

Die Flächen sollten

  • im Siedlungsbereich liegen,
  • eine Größe zwischen 400 m² und 3000 m² haben,
  • nicht landwirtschaftlich genutzt werden,
  • nicht unter Schutz stehend (z.B. Naturschutzgebiet, NATURA 2000),
  • öffentlich einsehbar sein
  • mindestens fünf Jahre lang insektenfreundlich bewirtschaftet werden.

 

Projektstart:                            01.07.2020

Projektzeitraum:                     2020 - 2022

 

Finanziell wird das Projekt unterstützt durch die SAB.