Blühende Wiesen

 


Erfolgreicher Auftakt zum grenzüberschreitenden Projekt „Blühende Wiesen“

Am 15.09.2020 trafen sich in der Festscheune des Rittergutes Neukirch die Projektpartner des sächsisch-böhmischen Projektes „Blühende Wiesen“ zum Auftakt-Workshop. Daran nahmen auch Vertreter der umliegenden Gemeinden teil, die bereits im Vorfeld ihr Interesse an diesem Projekt bekundet hatten. Zu Beginn erhielten sie einen Einblick in den geplanten Ablauf der Projektaktivitäten. Anschließend erfuhren die Teilnehmer in zwei Fachvorträgen Wissenswertes zur landwirtschaftlichen Nutzung der Wiese in der Vergangenheit sowie zur derzeitigen Grünflächennutzung. Besonders die schwindende Artenvielfalt der Pflanzen und wiesenbewohnenden Insekten sowie anderer Kleintiere erzeugte bei den Zuhörern ein „Nachdenken zum Umdenken“.

Bei der anschließenden Exkursion zu einer bereits umgestalteten blühenden Wiese der Gemeinde Neukirch konnte sich von der Zunahme der Pflanzenarten überzeugt werden. In den kommenden Monaten finden in Nordböhmen und der Oberlausitz mehrere Schulungen für kommunale Mitarbeiter statt, bei denen sie praktische Hinweise zur Gestaltung und Pflege solcher naturnahen artenreichen Flächen erhalten. Dabei geht es um die richtige Saatgutauswahl aber auch um geeignete Mähwerkzeuge. Und natürlich gehört auch die Information der Bürger über dieses Projekt dazu, denn eine blühende Wiese überzeugt durch Buntheit und Insektenreichtum, sie ist nicht mit einem kurzgeschnittenen Rasen vergleichbar.

Die Mitarbeiter des Naturschutzzentrums „Oberlausitzer Bergland“ Neukirch begleiten dieses Projekt fachlich und stehen auch interessierten Bürgern der Gemeinden mit nützlichen Tipps zur Verfügung.

     


Neues grenzüberschreitendes deutsch – tschechisches Projekt in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Neukirch und der Gemeinde Brniste


Schaffung eines blühenden Gürtels in der sächsisch-böhmischen Grenzregion


Ziel des Projektes ist es, auf die schwindenden Lebensräume für die heimischen Insektenarten aufmerksam machen. Immer mehr Wiesen werden intensiv genutzt und gepflegt, sodass sich kaum noch ein natürlicher Lebensraum für Wildbienen, Schmetterlinge und Käferarten entwickeln kann. Früher heimische Pflanzenarten können sich nicht mehr entwickeln, weil die Bestäubung durch Wildbienen und Schmetterlinge nicht gewährleistet ist. Viele Insektenarten sind in ihrem Bestand zurück gegangen. Diese Entwicklung macht auch an der Ländergrenze zu Tschechien nicht halt. Die Mitarbeiter des Naturschutzzentrums Neukirch unterbreiten den Kommunen entlang der Grenze Vorschläge, wie sie einen Beitrag zum Erhalt unserer heimischen Wiesen und den heimischen Insektenarten leisten können. Sie begleiten die kommunalen Mitarbeiter im gesamten Projektprozess und unterstützen sie bei der Begrünung von neu anzulegenden oder aufzuwertenden blütenreichen Wiesenflächen mit standortgerechtem Saatgut. Diese Flächen sollen langfristig insektenfreundlich bewirtschaftet werden (Teilflächenmahd, Verzicht auf Dünge- und Pflanzenschutzmittel u.a.). Denn nur dann können sie als Lebensraum für viele Insektenarten dienen und die Biotopvernetzung in Sachsen fördern.

Die Flächen sollten

  • im Siedlungsbereich liegen,
  • eine Größe zwischen 400 m² und 3000 m² haben,
  • nicht landwirtschaftlich genutzt werden,
  • nicht unter Schutz stehend (z.B. Naturschutzgebiet, NATURA 2000),
  • öffentlich einsehbar sein
  • mindestens fünf Jahre lang insektenfreundlich bewirtschaftet werden.

 

Projektstart:                            01.07.2020

Projektzeitraum:                     2020 - 2022

 

Finanziell wird das Projekt unterstützt durch die SAB.