LfULG – Förderprojekte

 

Amphibienwanderung 2019 beendet

Schon seit vielen Jahren betreuen die Mitarbeiter des NSZ in den Frühjahrsmonaten mobile Amphibienschutzzäune im Landkreis Bautzen. Auch 2019 wurden an 10 verschiedenen Standorten in Neukirch und Umgebung diese Leiteinrichtungen fachgerecht aufgebaut und täglich kontrolliert. Alle in die Eimer gefallenen Tiere wurden in den Morgenstunden gezählt, Art und Geschlecht bestimmt und sicher auf der anderen Straßenseite wieder ausgesetzt. Anfang Juli wurde nun der letzte Zaun abgebaut - damit ist die Arbeit im Gelände beendet. 

Die Auswertung aller Funddaten ergab für dieses Jahr nur eine sehr schwache Wanderung der Amphibien. Knapp 2.300 Tiere wurden gezählt. Dies ist seit vielen Jahren die geringste Zahl. Hauptsächlch wurden Erdkröten und Grasfrösche bestimmt. Vereinzelt kamen Molche, Knoblauchkröten und Rotbauchunken hinzu.

Über die Gründe für diesen Rückgang gibt es verschiedene Meinungen - der Rückgang von Insekten (es fehlt den Amphibien an Nahrung), der kalte Winter (viele Tiere haben die Winterstarre nicht überlebt) oder auch das trockene Frühjahr.

Wir hoffen dennoch, dass sich die einzelnen Populationen in den nächsten Jahren wieder erholen und der Bestand an Amphibien sich wieder vergrößert.

Finanziell wird diese Artenschutzmaßnahme durch den Freistaat Sachsen - Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft - unterstützt.


Kröten, Frösche, Unken...

... all diesen Tieren hilft das Naturschutzzentrum Neukirch auch in diesem Frühjahr bei der sicheren Überquerung von vielbefahrenden Straßen. An 10 verschiedenen Standorten im südlichen Landkreis Bautzen wurden in den letzten Wochen durch die Mitarbeiter des NSZ mobile Amphibienschutzzäune errichtet. Diese müssen nun täglich in den Morgenstunden kontrolliert werden und mögliche "in die Eimer gefallende Frösche, Kröten und Unken" eingesammelt und auf die andere Straßenseite wieder ausgesetzt werden.

Jedoch war das Wanderverhalten der Tiere bisher sehr verhalten. Die immer noch recht kalten Nächte und die fehlende Feuchtigkeit haben erst wenige Tiere aus ihrem Winterversteck gelockt. So hoffen jetzt alle auf ein paar laue, verregnete Frühlingsnächte, damit die Amhpibienwanderung 2019 erfolgreich starten kann.


Juli 2018 Amphibienwanderung beendet

Das Naturschutzzentrum betreute auch im Jahr 2018 mobile amphibienschutzzäune im südlichen Landkreis Bautzen. An 10 verschiedenen Standorten waren die Mitarbeiter des NSZ mit der allmorgendlichen Kontrolle und dem Übersetzen der Tiere beschäftigt. Insgesamt konnten über 8.000 Tiere gezählt werden.

Finanziell wird diese Artenschutzmaßnahme durch den Freistaat Sachsen - Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft - unterstützt.


16.04.2018 - Die Amphibien sind da!

Das warme und feuchte Wetter der letzten Wochen hat unsere einheimischen Amphibien aus ihrer Winterstarre erweckt. Nun haben sie sich auf dem Weg zu ihrem Laichgewässer gemacht.

Täglich wurden von den Mitarbeitern des Naturschutzzentrums Neukirch die mobilen Amphibienschutzanlagen kontrolliert und die gefangenen Tiere auf die andere Straßenseite gebracht. Neben zahlreichen Erdkröten und Grasfröschen konnten auch Knoblauchkröten und Rotbauchunken erfasst werden.

Finanziell wird diese Artenschutzmaßnahme durch den Freistaat Sachsen - Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft - unterstützt.

Rotbauchunke (Bombina bombina)

28.03.2018 - Frösche und Kröten sind wieder unterwegs

Auch in diesem Jahr sind die Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer des Naturschutzzentrums Neukirch in Sachen Amphibienschutz unterwegs. An 10 verschiedenen Standorten des südlichen Landkreises Bautzen wurden auf einer Länge von 2.485 m mobile Amphibienschutzanlagen, auch "Froschzäune" genannt, errichtet. Sie sollen den Kröten, Fröschen, Unken und Molchen auf ihrer Wanderung zum Laichgewässer ein sicheres Überqueren von Straßen ermöglichen.

Aufgrund der kalten Witterungsverhältnisse im März und des lang andauernden Frostes war lange Zeit kein Frühlingserwachen. Doch die wärmeren Temperaturen der letzten Tage haben nun auch die Amphibien aus ihrer Winterstarre erweckt.

In den nächsten Tagen bzw. Wochen werden die Zäune täglich in den Morgenstunden von den Mitarbeitern und Ehrenamtlern des NSZ kontrolliert - die Tiere nach Art und Geschlecht gezählt und auf der anderen Straßenseite wieder ausgesetzt.

Finanziell wird diese Artenschutzmaßnahme durch den Freistaat Sachsen - Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft - unterstützt.


08.05.2017 - Wertvoller Lebensraum wird neu geschaffen

Die Mitarbeiter des Naturschutzzentrums Neukirch legten in den letzten Monaten am Fuchssteinrücken in Neukirch neue Hecken mit einer Gesamtlänge von über 570 m an. In dieser landwirtschaftlich intensiv genutzten Gegend wurde damit wertvoller neuer Lebensraum für die Haselmaus, eine nach BNatSchG und FFH-Richtlinie streng geschützte und in Sachsen gefährderte Art aus der Familie der Schläfer / Bilche, geschaffen. Doch auch andere Kleinsäuger, Insekten und einheimische Vögel sollen zukünftig hier Versteck- und Unterschlupfmöglichkeiten sowie eine optimale Nahrungsgrundlage finden.

Um der Schaffung eines bedeutsamen Biotops für die Haselmaus gerecht zu werden, wurden hauptsächlich beerentragende standortgerechte gebietsheimische Strauch- und Baumarten, z.B. Eberesche, Vogelkirsche, Faulbaum, Hasel, Hartriegel, Schneeball und verschiedene Rosenarten verwendet.

Gefördert wurde dieses Natur- und Artenschutzvorhaben im Rahmen der Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft für die Förderung von Maßnahmen zur Sicherung der natürlichen biologischen Vielfalt und des natürlichen Erbes im Freistaat Sachsen (RL NE/2014).


14.03.2017 - Neue Technik

Seit vielen Jahren mähd bzw. pflegt das Naturschutzzentrum Neukirch sensible Wiesen- und Moorflächen nach naturschutzrelevanten Aspekten. Dafür ist der Einsatz spezieller Technik von Nöten.

Im Rahmen eines Vorhabens nach der Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft für die Förderung von Maßnahmen zur Sicherung der natürlichen biologischen Vielfalt und des natürlichen Erbes im Freistaat Sachsen (RL NE/2014) war es dem Naturschutzzentrum möglich einen Förderantrag zu stellen und eine finanzielle Zuwendung für den Kauf von einem Balkenmäher und 2 Motorsensen zu beantragen. Dieser wurde Ende 2016 bewilligt.

Nun können die Mitarbeiter bei ihren jährlichen Pflegearbeiten von Feuchtwiesen oder Mooren diese neue Technik nutzen und somit weiterhin einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der wertvollen Naturraumausstattung im Oberlausitzer Bergland leisten.